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95. Historisches Grauholzschiessen

Der Frauenanteil war 2018 beachtlich.
Der Frauenanteil war 2018 beachtlich.

09.03.2018 - Wettermässig hatte das 95. Historische Grauholzschiessen am Samstag, 3. März 2018 noch recht gut begonnen. Die Sicht auf die Scheiben war gut, einige Schützen hatten etwas Mühe mit dem liegenden Schnee. Infolge des dichten Nebels musste das Schiessen jedoch am Sonntag, 4. März um 11.35 Uhr abgesagt werden.

Am Samstagvormittag schoss der Schütze Marcel Rohrbasser vom Schützenverein Wünnewil – Flamatt das Maximum von 60 Punkten.

Über den Mittag fing es an zu schneien, was natürlich für die Schützinnen und Schützen die Sicht auf die Scheiben erheblich einschränkte. Trotz recht starkem Schneefall wurden auch am Nachmittag gute bis sehr gute Resultate erzielt. Lange Schlangen bildeten sich vor dem Schalter, wo die Auszeichnungen, Kränze oder Kranzkarten abgeholt werden konnten. Der Schiessbetrieb, konnte während des ganzen Tages aufrecht  gehalten werden.  

Auch Schütze Hans Scheidegger der Schützengesellschaft Koppigen – Willadingen konnte am Samstagnachmittag das Maximum von 60 Punkten ausweisen.

Wie jedes Jahr fanden sich um 15:30 Uhr die Ehrengäste ein. Aus der Politik wie auch von den Gemeindebehörden sah man bekannte Gesichter. Einige der Ehrengäste liessen es sich nicht nehmen, im Spezialfeuer extra für die Ehrengäste, das Grauholzprogramm zu Schiessen, zwei Einzelschuss in je 30 Sekunden, anschliessend 10 Schuss in vier Minuten am Schluss gezeigt. Da gab es einige Überraschungen im positiven wie auch im negativen Sinne. Aber wichtig ist ja das Mitmachen. Anschliessend begrüsste Verbandspräsident Kaspar Jaun bei einem Apéro  die anwesenden Gäste und da wurde auch eine kleine Rangverkündigung vorgenommen.

Eingeladen, wurden die Ehrengäste zu einem kleinen Imbiss in die Schützenstube. Serviert wurde ein Salat und anschliessen  liess man sich die traditionelle «Militärchässchnitte» schmecken. An den Tischen wurde rege diskutiert wo auch die Resultate vom Schiessen analysiert wurden.

Am Sonntagmorgen lag dichter Nebel über der Region und das OK hoffte, dass die Sonne den Nebel bald auflösen würde. Die Männer vom OK warteten und warteten. Einen kurzen Moment sah es aus, als könnte der Schiessbetrieb wieder aufgenommen werden, waren doch die schwarzen Kreise auf den Scheiben etwas verschwommen durch den Nebel zum Vorschein gekommen. Die Hoffnung war nur von kurzer Dauer und bald war wieder nur eine weisse Wand zu sehen. Die Schützenstube war «gerangelt» voll von wartenden Schützinnen und Schützen die der Dinge harrten die noch kommen sollten.

Schweren Herzens trat Verbandspräsident Kaspar Jaun vor die Anwesenden und musste am Sonntag, 4. März um 11:30 Uhr den Abbruch des 95. Grauholzschiessen  bekannt geben. Einige Gruppen traten schon vorgängig den Heimweg an. Jaun informierte, dass die Gedenkfeier und Rangverkündigung ganz offiziell um 17.00 Uhr statt finde und die Rangliste sich nur auf den Samstag beziehe. 441 Schützinnen und Schützen konnten rangiert werden. Davon waren 22 JungschützenInnen.

Ein Highlight an der Schlussfeier war die Ehrung von Schütze Willy Pfäffli aus Jegenstorf für die Teilnahme an 60 Grauholzschiessen. Aus der Hand von Verbandspräsident Jaun konnte er eine Auszeichnung mit dem Grauholzdenkmal, seinem eigravierten Namen und den Worten  «Seid Einig» wie die Widmung «60. Grauholzschiessen» in Empfang nehmen.

Aus der Hand von Verbandspräsident, Kaspar Jaun (rechts)
empfängt Willy Pfäffli aus Jegenstorf die Auszeichnung
für die Teilnahme am 60. Grauholzschiessen.

 

Eröffnet und musikalisch begleitet, wurde die Gedenkfeier und das Absenden vom Jodlerklub Echo Grauholz unter der Leitung von Präsidentin Veronika Tierstein. Mit ihren vorgetragenen Jodelliedern erfreuten sie die Anwesenden in der Schützenstube.

Die Festrednerin Frau Katrin Stucki, Chefin Schiesswesen und Ausserdienstliche Tätigkeiten SAT, verstand es, den Anwesenden einiges über das Ausserdienstliche Schiesswesen näher zu bringen. Erfreulich sei auch die Zunahme der Jungschützinnen und Jungschützen von 17 Prozent. Auch erwähnte sie die Einmischung der EU in unser Waffenrecht. Mit dem humorvollen Spruch, man habe lieber eine lange Bratwurst als lange Reden schloss sie ihre Ausführungen, die mit einem kräftigen Applaus verdankt wurden.

Anschliessend übernahm Verbandsschützenmeister Martin Schenk das Wort zur Rangverkündigung.

Als Tagessieger konnte Hans Scheidegger (Jahrg.1935) Schützengesellschaft Koppigen – Willadingen mit dem Maximum von 60 Punkten geehrt werden. Er kann ein Sturmgewehr 90 beantragen, muss aber Vorgängig einige Formalitäten erledigen, so die Beantragung eines Waffenscheins, mit dem dazugehörenden Auszug aus dem Strafregister usw. wie der Angabe wo das Gewehr übergeben wird.

Das Sturmgewehr 57 konnte sich der Schütze Rohrbasser Marcel (Jahrg.1964), vom Schützenverein Wünnewil – Flamatt ebenfalls mit dem Maximum von 60 Punkten sichern.

Nach dem offiziellen Teil, wurde den Anwesenden noch das traditionelle Gulasch serviert und von vielen wurde noch ein Nachschlag gegessen. Mit einem letzten Jodellied wurde dann die Gedenkfeier und das Absenden beendet. (Urs Tanner)

 

Die gesamte Rangliste findet man unter 95. Historischen Grauholzschiessen 2018.

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